Freitag, 1.12.2017: 9. Lange Nacht des Buches in Moabit

 

9:15 Uhr: Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel liest aus seinem Lieblingskinderbuch in der Miriam-Makeba-Grundschule, Zinzendorfstraße 15, 10555 Berlin.

 

9:30 Uhr: Petra Schrader liest aus ihrem Lieblingskinderbuch in der St. Paulus Grundschule, Waldenserstraße 27, 10551 Berlin.

 

Ab 9:30 Uhr: Anlässlich des Vorlesetags lesen in der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule Autoren, Politiker und Moabiter aus eigenen und fremden Texten. Es lesen u.a. Samuel Beuttler-Bohn, Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel, Felix Hemmer, Johannes Raschke,  Sandra Obermeyer, Jutta Schauer-Oldenburg, Petra Schrader, June Tomiak, Anne Wagret und Stadträtin Sabine Weißler.

 

10 Uhr: Lesung für Kinder im Kita-Alter auf Deutsch, Arabisch und Türkisch in der Pädagogischen Werkstatt, Emdener Straße 47, 10551 Berlin.

 

11:00 Uhr: Myriam Halberstam liest „Herschel und die Channukka-Kobolde“ von Eric. A. Kimmel in der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule, Siemensstraße 20, 10551 Berlin.

Was sollen die armen Dorfbewohner bloß tun? Ihr Channukka-Fest (das jüdische Lichterfest) ist von gruseligen Kobolden bedroht. Die sind fest entschlossen, jedes Channukka-Fest zu ruinieren, weil sie den Feiertag

hassen. Aber zum Glück taucht Herschel von Ostropol auf und sagt ihnen den Kampf an. Kann Herschel es tatsächlich schaffen, mit ein paar Gurken und einigen hartgekochten Eiern alle gruseligen Lebewesen zu überlisten und den Zauber zu brechen? Bei dieser Geschichte können sich Kinder und Erwachsene wunderbar gruseln und erleben, dass Wärme und Humor auch inmitten hoffnungsloser Umstände die Oberhand erlangen können. Eine Geschichte, die auch den vermeintlich Schwachen Mut macht
 

11 Uhr: Zweisprachige Lesung für Schulkinder mit Überraschungstitel in der Pädagogischen Werkstatt, Emdener Straße 47, 10551 Berlin.

 

11:30 Uhr: Vanessa Walder liest aus ihrem Buch „Das wilde Mäh“ in der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule, Siemensstraße 20, 10551 Berlin.

Ham ist ein Wolf. Das ist ja wohl klar. Er hat spitze Eckzähne – auf dem Kopf. Er jagt gerne – saftige Blätter. Er heult den Mond an – und es klingt wie Määäh. Na gut, vielleicht ist Ham auch nur ein Wolf im Schafspelz. Aber wie ist er im Wald gelandet? Und wo kommt er wirklich her? Zusammen mit seinen Freunden begibt er sich auf eine abenteuerliche Suche.

 

 


16 Uhr: Überraschungslesung für Kinder auf dem Otto-Spielplatz, Alt-Moabit 34, 10555 Berlin.

Geeignet für Kinder zwischen 6 bis 10 Jahren.

 

16 Uhr: Irena Ülkekul liest aus Ihrem Märchenband „Ein glücklicher Mensch: Märchen aus Litauen“ im Offenen Wohnzimmer der Wilden 13, Waldenser Straße 13, 10551 Berlin.

Volksmärchen aus Litauen weisen noch viele Elemente des Heidentums auf, war es doch das zuletzt christianisierte Land in Europa. Es geht um Auseinandersetzungen mit dem Bösen und Unbekannten, um Verarbeitung von Trauer, Ängsten und Tod. Und stets vollbringen Liebe, Geduld, Zuversicht, Mut und der gesunde Menschenverstand große Wunder. Es heißt auch hier: „So ging er in die weite Welt hinaus, um sein Glück zu finden …“ Die Sammlung nimmt den Leser mit in diese Welt - auf die Suche nach dem Glück.

 

18 Uhr: Sandra Volkholz präsentiert ihre musikalische Lesung „Auf zu den Sternen“ im Café Fiaker, Bochumer Straße 5, 10555 Berlin.

Wer kennt nicht die schöne Erzählung des französischen Piloten Antoine de Saint-Exupéry? Frei nach dem „Kleinen Prinzen" werden die Zuhörer mit auf eine gemeinsame Reise genommen. Dabei begegnen sie den allbekannten Märchenwesen wie dem einsamen König, dem Laternenanzünder, dem Fuchs und natürlich der lieblichen Rose. „Man sieht nur mit dem Herzen gut“ - das wissen wir schon lange, und doch tut es gut, es immer und immer wieder zu hören.

Lesung und Gesang: Sandra Volkholz
Klarinette: Jan Hermerschmidt

 

18 Uhr: Fritz Schaap liest aus seinem Roman „Hotel Istanbul“ in Leck meine Küche (Freddy Leck sein Waschsalon), Gotzkowskystraße 11, 10555 Berlin.

Das Hotel Istanbul und die Bar ohne Namen liegen nur einen Steinwurf von der syrischen Grenze entfernt. Dort treffen sich alle, die Interesse am Krieg haben: Wijbe, der als holländische Ein-Mann-NGO Wolldecken ins Kriegsgebiet schmuggelt. Zwei Briten, die Selfies mit Krieg posten wollen. Der Schweizer Raimondo, genannt „the Kid“, dem es zu Hause viel zu langweilig ist. In der Lobby dieser „Zentrale des Wahnsinns“ sitzt der Hacker Ahmed, der die Trips an die Front organisiert, und spielt mit einem Miniroboter.
Schaap sucht die raue, dunkle Seite unserer Gegenwart. Er findet sie an den Schauplätzen unserer Alpträume im Nahen Osten und in Nordafrika. Die Geschichten, die er dort aufspürt, erzählen von einem Leben in der Region jenseits der alltäglichen Fernsehbilder – von Kriegstouristen, denen der Erzähler an der syrischen Grenze begegnet, von „Heiligen Trinkern“ in Gaza, vom schwulen Palästinenser Saleh aus Tel Aviv. Schaap zieht mit seinem regimekritischen Freund Husam durch das Damaszener Nachtleben und trifft Menschenhändler im Sinai. Kurz vor dem Arabischen Frühling liebt, trauert und trinkt er sich durch Kairo, und in Alexandria schreibt er sich an einer Salafistenschule ein, die Nachwuchsgotteskrieger aus dem Westen ausbildet.
In sieben Stories erzählt Schaap von Menschen im Nahen Osten und von einer Region im Umbruch, die gerade das Weltgeschehen prägt.

 

18:30 Uhr: Patricia Hempel liest aus ihrem Roman „Metrofolklore" im Treffpunkt Waldstraße, Waldstraße 7, 10553 Berlin.

Mitte 20 muss man unglücklich verliebt sein, damit man in den Dreißigern das Liebesglück noch mehr zu schätzen weiß – das gilt auch für lesbische Archäologiestudentinnen. Wie aber damit umgehen, wenn einem das Flattern durch Mark und Bein schießt, sobald die schöne Helene im Universitätsflur auftaucht? Eine solche Frau, ebenso makellos wie heterosexuell, kann man schließlich nicht einfach von der Seite anquatschen.

 

19 Uhr: Hans Kämmerer liest aus seinem Krimi "Der schwarze März" im Stadtschloss Moabit in Kooperation mit der Kurt-Tucholsky-Bibliothek, Rostocker Straße 32/ 32b, 10553 Berlin.

Berlin, 2017: Zwei junge Frauen werden getötet – die erste aus Versehen, die zweite mit Absicht. Doch dies ist nur der Anfang, ahnt Hauptkommissar Tennat. In einem Bekennerschreiben wird ein Attentat angekündigt, das viele Todesopfer fordern wird. Allerdings liegen ihm keine klassisch politischen oder religiösen Motive zugrunde, was die Suche nach dem Schuldigen erschwert. Es gibt einen neuen Tätertypus, der für die Entwicklung unserer Gesellschaft nichts Gutes bedeutet, weiß der smarte Kommissar. Auf den rauen Straßen Berlins beginnt für Tennat und sein Team ein verzweifelter Wettlauf um Leben und Tod.

 

19 Uhr: Klaus Ungerer liest aus seinem Buch „So rettete ich die Welt: Bekenntnisse eines hoffnungslosen Weltverbesserers“in Leck meine Küche (Freddy Leck sein Waschsalon), Gotzkowskystraße 11, 10555 Berlin.

Wie sucht man sich ein Elend aus, für das man mal so richtig zuständig ist? Man kann seine Pullis fair kaufen, den Kaffee ohne Kuhmilch ordern, kann Mahnsticker auf die Radwegparker kleben. Hauptsache, noch kurz die Welt retten. Im Sound der Gegenwart, direkt und schnörkellos, satirisch und böse, ehrlich und selbstkritisch erzählt Klaus Ungerer von den banalen Alltagsproblemen und geheimen Sehnsüchten des gemeinen Weltverbesserers – oder dem stillschweigenden Ideal davon.

 

19:30 Uhr: Salon Siam im Atelier Veronika Weidauer mit Anna Opel im Kunstraum Siam, Atelier Kunsthamster, Wilsnacker Straße 2, 10559 Berlin

Die Autorin liest aus dem dritten Teil ihres Moabit-Romans „Wo du hingehst”, der eine fast aktuelle Geschichte aus dem Alten Testament ins Heute holt.  Die ersten Teile werden vor Beginn der Lesung zusammengefasst. Musikalisch wird der Abend begleitet von Veronika Weidauer mit unplugged interpretierten Songs.

 

19:30 Uhr: Die Billinguale Dichtergruppe „Moabiter Dichter“ präsentiert ihren Sammelband „Schloss Moabit IV"im Offenen Wohnzimmer der Wilden 13, Waldenser Straße 13, 10551 Berlin.

Die Literaturgruppe „Moabiter Dichter" wurde im Jahre 2010 gegründet. Sie hat bereits drei Sammelbände „Schloss Moabit I-III" in deutscher und russischer Sprache veröffentlicht. In diesem Jahr stellt die Gruppe ihren neuen Sammelband Schloss Moabit IV" unter dem Motto „Berlin und andere Städte der Welt" vor. Es lesen Gabriel Berger, Elena Blockhina, Eugen Denisov, Felix Feldmann, Saadi Isakov, Emanuel John, Polina Khubbeeva, Ralf Landmesser, Boris Schapiro, Martin Thoma und Elena Yamov. Musikalisch begleitet werden sie durch Georg Gabriel Potzies und Martin Thoma. Es moderiert Nora Gaydukova.

 

19:30 Uhr: Wolf Wagner liest aus seinem Buch „Ein Leben voller Irrtümer. Autobiografie eines prototypischen Westdeutschen" im Treffpunkt Waldstraße, Waldstraße 7, 10553 Berlin.

Wolf Wagner erzählt die Geschichte seiner sehr persönlichen Irrtümer als subjektive Ausprägung der Geschichte einer westdeutschen Generation: Kindheit mit Nazis und Pietisten, Amerika-Austauschjahr mit kritikloser Begeisterung, Studentenrevolte mit ihren Exzessen, Psychowelle mit ihren Verirrungen, Wiedervereinigung mit ihrer Unterwerfung des Ostens.

 

20 Uhr: Jaqueline Nordhorn liest aus ihrem Krimi "Erbe des Verrats" im Stadtschloss Moabit in Kooperation mit der Kurt-Tucholsky-Bibliothek, Rostocker Straße 32/ 32b, 10553 Berlin.

Ärztin Marie Reinhardt wird ein tödlicher Kunstfehler vorgeworfen. Damit bringt sie, Erbin der Oppermanns, den guten Namen der Medizinerfamilie in Verruf. Um Abstand zu gewinnen, kehrt sie nach Berlin, der Heimat ihrer Großeltern, zurück. Doch statt Erholung zu finden, wird sie des Mordes verdächtigt. Nach einem heftigen Streit mit ihr wurde eine Kollegin ermordet. Wer will Marie schaden und welche Rolle spielt dabei die Vergangenheit der Familie Oppermann in der NS-Zeit? Marie Reinhardt begibt sich auf die gefährliche Suche nach dem Familiengeheimnis.

 

20 Uhr: Torsten Seifert liest aus seinem Roman „Wer ist B. Traven?“im kallasch& - Moabiter Barprojekt, Unionstraße 2, 10551 Moabit.

Reporter Leon hat 1947 eine Mission: Er will die wahre Identität des sagenumwobenen Schriftstellers B. Traven aufdecken. Eine Spurensuche beginnt, die ihn von Los Angeles an ein Filmset im Nirgendwo Mexikos, nach Wien und schließlich wieder Mexiko führt. Hier wird „Der Schatz der Sierra Madre“ gedreht, basierend auf einem Roman von B. Traven. Leon soll herausfinden, wer sich hinter dem Pseudonym des Schriftstellers versteckt. Doch er verbringt seine Zeit lieber mit Humphrey Bogart, Lauren Bacall, John Huston und einer geheimnisvollen Frau namens María. Zurück in Los Angeles lässt ihn Travens Geheimnis aber nicht mehr los: Wer ist dieser Autor? Stimmt es, dass alle, die nach ihm suchen, unter mysteriösen Umständen ums Leben kommen? Leon zieht erneut los. In Wien kommt er einer Antwort näher, des Rätsels Lösung aber liegt in Mexiko. Und Leon merkt plötzlich: Er ist nicht der einzige, der B. Traven auf den Fersen ist ...

 

 

20 Uhr: Horst Bosetzky liest aus seinem biografischen Krimi „Die Brüder Sass - Geliebte Ganoven“ in der Dorotheenstädtischen Buchhandlung, Turmstraße 5, 10559 Berlin.

Berlin 1926. Die bis dahin im Leben irgendwie gescheiterten Brüder Franz und Erich Sass kommen auf die geniale Idee, Banktresore mit Hilfe eines Schneidbrenners zu öffnen. Sie landen ihren ersten großen Coup, als sie durch einen Tunnel in die Stahlkammer einer Bank eindringen und 179 Schließfächer ausräumen. Kriminalsekretär Max Fabich kommt ihnen zwar auf die Spur, kann ihnen aber nichts Konkretes nachweisen. Als die Nazis an die Macht kommen, wird ihnen in Deutschland der Boden zu heiß und sie fliehen nach Dänemark. Als man sie schließlich ausliefert, werden sie bei der Überstellung ins KZ Sachsenhausen ermordet.

 

20 Uhr: Margarethe Pape präsentiert ihre Lesung „Schwarze Romantik“im Studio, Levetzowstraße 22, EG, 10555 Berlin.

Die dunkle Seite der Romantik begibt sich auf die Spuren des Phantastischen, Rätselhaften, Abseitigen und Schaurigen. Mit düsteren Kurzgeschichten aus dem deutschen und angloamerikanischen Raum sorgt die Sopranistin und Sprecherin Pape bei ihrer Lesung für wohldosierte Gänsehaut...

Drei Diebe kommen auf rätselhafte Weise ums Leben, als sie einen alten Kapitän in seinem Haus überfallen. Haben ihm seine ehemaligen Matrosen, die er als Geister in der Flasche beschwört, bei den Morden geholfen?... Ein längst verstorbener Hund taucht in den Träumen eines Mannes auf. Will der Hund seinen ermordeten Besitzer rächen? Geschichten von Heinrich von Kleist, Howard Phillips Lovecraft und Ambrose Bierce bereiten die Zuhörer auf Edgar Allan Poes "Grube und Pendel" vor, der an dramatischer Steigerung des Abgründigen nicht zu überbieten ist, und sie mit leisem Schauer in die dunkle Dezembernacht entlässt...

 

20 Uhr: Mitja Vachedin liest aus seinem Roman „Engel sprechen russisch“ in Leck meine Küche (Freddy Leck sein Waschsalon), Gotzkowskystraße 11, 10555 Berlin.

Mitja hat schon drei Leben hinter sich. Er will endlich mal irgendwo ankommen. Doch das ist gar nicht so einfach, wenn das Scheitern in den Genen liegt: Die Babuschka schaffte es statt nach St. Petersburg nur bis zu einem Vorort an der Bahnstation „125 Kilometer“. Der Großvater, einst stolzer Seemann, verkauft nach dem Zerfall der Sowjetunion Pullover von der Motorhaube seines Ladas. Der Vater, ein bärenstarker Mann, greift nach dem Verlust seines Jobs immer öfter zur Flasche. Deutschland erscheint für Mitja und seine Mutter wie das gelobte Land - werden sie dort endlich Wurzeln schlagen können und ihr Glück finden?
Vachedin zeichnet ein Leben nach, in dem die Hoffnung auf Besserung zuverlässig von den Launen des Schicksals durchkreuzt wird, und findet zwischen Traum und Alltagsrealität immer wieder einen Zauber im ansonsten selten zauberhaften Alltag.

 

20:30 Uhr: Nele Heyse liest aus ihrem Erzählband Hundertundeine Einsatzgeschichte im Treffpunkt Waldstraße, Waldstraße 7, 10553 Berlin.

Kleine Tragödien, leises Sterben, hungriges Lieben. Hundertundeinmal das ganze Leben wie es ist: absurd, dramatisch, tragisch, grotesk. Heyse erzählt es in jeweils nur einem Satz. Und dieser ist mal wie ein Beil, ein Geigenbogen oder ein Furzkissen.

 

21 Uhr: Key Pankonin liest aus seinem Roman „Novemberecho“ im kallasch& - Moabiter Barprojekt, Unionstraße 2, 10551 Moabit.

Pankonin, Musiker und zentrale Figur der alternativen Szene Berlins in den 90er Jahren, erzählt mit Zigarette im Mundwinkel und Gitarre im Anschlag von seiner Jahrtausendwende: Die tragische Beziehung zu ihr, der geheimnisvoll-zerstörerischen Frau, die für den Leser ohne Namen bleibt, wirft ihn in einen Strudel zwischen Berlin, New York und London. Seinen Schmerz gießt er in literarisch-autobiografische Momentaufnahmen, kostbare Alltagsminiaturen und musikalische Fragmente, um schließlich zu einer befreienden Erkenntnis zu gelangen. Ein sehr persönlicher Roman über Liebe, Verhängnis und die Suche nach sich selbst. Und seine E-Gitarre ist immer dabei.

 

21 Uhr: Jan-Uwe-Fitz präsentiert eine Auswahl seines Schaffens in Leck meine Küche (Freddy Leck sein Waschsalon), Gotzkowskystraße 11, 10555 Berlin.

Im Mittelpunkt stehen Fitz`s aktuell in der Mache befindlichen Werke „Allein bin ich recht gesellig. Schöner Leben dank Menschenangst" und „1914 – so war Europas Schicksalsjahr wirklich!“ sowie das altehrwürdige „Entschuldigen Sie meine Störung“, das Anfang des Jahres von DuMont in hässlicherer Farbe und mit drei zusätzlichen Buchstaben neu aufgelegt wurde. Es wird allerdings keine Lesung im klassischen Sinn, sondern eine Ein-Mann-Audio-Performance mit Dialogen zwischen Helge Schneider, Monty Python, Loriot und Pierre Littbarski. Alle 298 Sprechrollen spricht der Autor selbst. Manchmal tanzt er.

 

22 Uhr: Kristjan Knall liest aus seinem Buch 111 Gründe, Berlin zu hassen: Die Stadt so, wie sie wirklich ist" in Leck meine Küche (Freddy Leck sein Waschsalon), Gotzkowskystraße 11, 10555 Berlin.

Weil Berlin das neue Malle ist. Weil der BER Germania 2.0 ist. Weil der Wedding nicht kommen kann. Weil Rentner Amok laufen. Weil Gemüsedöner und Currywurst als Essen durchgehen. Weil Hipster zu blöde sind, Alki zu sein. Weil es ein Streichelzoo für Verrückte ist. Weil die Spätis ausgemerzt werden. Weil Backpacker alles vollschwitzen. Weil Berlin verdorft. Weil Tatort" Event ist. Weil die Hasenheide voll von Alpha-Kevins ist. Weil Stricken das neue Graffiti sein will. Weil Berlin Berlin ist.

Als Zugabe gibt es Auszüge aus seinem Buch „Wir Lügner: Wie Google uns entlarvt“.