Samstag, den 19.11.2016

 

19:30 Uhr: Salon Siam im Atelier Veronika Weidauer mit Anna Opel, John Tammera und weiteren Gästen

im Kunstraum Siam, Wilsnacker Straße 2, 10559 Berlin.

Opel liest aus ihrem Manuskript „Wo du hingehst“. Im Herbst 2015 kreuzen sich die Lebenswege zweier Frauen in Berlin-Moabit. Eine Geflüchtete auf der Suche nach einem Leben, eine Berlinerin, die kurz hintereinander Mutter und Tochter verliert.

Musikalisch wird der Abend begleitet von Veronika Weidauer und John Tammena mit unplugged interpretierten Songs im Duett.

 

 

20 Uhr: Sven Stricker liest aus seinem Krimi „Sörensen hat Angst“

im kallasch& - Moabiter Barprojekt, Unionstraße 2, 10551 Moabit.

Mit einer Angststörung im Gepäck lässt sich Kriminalhauptkommissar Sörensen von Hamburg nach Katenbüll in Nordfriesland versetzen. Er hofft, dass der kleine Ort ihm ein ruhiges, beschauliches (Arbeits-)Leben bescheren wird. Doch Katenbüll ist grau und trostlos, es regnet ununterbrochen, die Einheimischen haben nicht gerade auf Sörensen gewartet. Und es kommt noch schlimmer. Gleich nach Sörensens Ankunft sitzt Bürgermeister Hinrichs im eigenen Pferdestall, so tot wie die ganze Umgebung. Schon die ersten Blicke hinter die Kleinstadtkulisse zeigen dem Kommissar: Hier kann man es wirklich mit der Angst bekommen.

 

21 Uhr: Berni Mayer liest aus seinem Krimi „Rosalie“

im kallasch& - Moabiter Barprojekt, Unionstraße 2, 10551 Moabit.

Nach vielen Jahren kehrt Konstantin in den Ort seiner Kindheit zurück, nach Praam an der Schwarzen Laaber, tief in der bayrischen Provinz. Er hat immer unter der Enge gelitten, aber auch seine erste große Liebe hier erlebt – zu Rosalie, einer Außenseitergestalt wie er. Plötzlich ist alles wieder da: die Erinnerungen an das Erwachsenwerden auf dem Land. Und an die Schatten dieser Zeit, denn neben der magischen ersten Romanze gab es auch ein düsteres Ereignis, das sein Leben tief erschüttert hat.
Berni Mayer erzählt von einer heimlichen Liebe, die immer mehr zur Verschwörung wird gegen die autoritäre Welt der Eltern und der Kirche. Und er erzählt, wie ein Leichenfund in einem heruntergekommenen Wasserschloss alles verändert. Denn die Geschichte, die hinter diesem Toten steckt, führt tief hinein in die Vergangenheit und offenbart die Verstrickung der alteingesessenen Dorfbewohner in ein sorgfältig verdrängtes NS-Verbrechen. Am Ende müssen Konstantin und Rosalie sich entscheiden: für jeweils eine Seite und für oder gegen das Schweigen.