Für alle, die die Lange Nacht verschlafen haben:

 

Samstag, 2.12.2017

 

15 Uhr: Winterfest im Stadtschloss im Stadtschloss Moabit in Kooperation mit der Kurt-Tucholsky-Bibliothek, Rostocker Straße 32/ 32b, 10553 Berlin.

 

Das Stadtschloss bietet ein offenes Familienangebot unter dem Motto „Digital lesen für und mit Familie” an.

 

 

19 Uhr: Ulrich Karger liest aus seinem Buch „Vom Uhrsprung und anderen Merkwürdigkeiten: Moderne Märchen und Parabeln“ in der plattform moabit, Oldenburger Straße 3a, 10551 Berlin.

 

Vom Uhrsprung und anderen Merkwürdigkeiten erzählt Ulrich Karger und kommt in seinen neun modernen Märchen und Parabeln der Moral mit Witz und satirischer Zuspitzung auf die Spur. Ob nun der Eine den Anderen nicht versteht oder das Räumen einer Leiche aus dem Keller fällig wird – zwischen tröstlich ungebrochenem Happy End und bösem Erwachen steht es am Ende 5:4. Und solange die Hoffnung nicht gestorben ist...

 

 

19:30 Uhr: Michael Maria Kruegel liest aus seinem Lyrikband „Ein neuer Stern" im Wohnzimmer der Wilden 13, Waldenser Straße 13, 10551 Berlin.

 

Kruegel vereint in diesem Prosaband mit seinen wunderschönen Gedichten und Balladen, einem nachdenklich stimmenden Essay sowie einer zeitbezogenen, erschreckend realitätsnahen Erzählung auf eine kongeniale Art sehr viele Facetten des gesamten Lebens. Mit seinen teils romantischen, teils aufwühlenden Versen „verdichtet" der Autor die Handlungen so intensiv, dass jede Seite den Leser romantisch träumend oder eben auch kopfschüttelnd verstörend weiterblättern lässt, da ihm lesend magische Momente widerfahren, weil sich die einzelnen Worte vor seinem geistigen Auge aneinandergereiht zu einer greif- und fühlbaren Geschichte aufbauen, deren Ende uns mit einem Lächeln oder Weinen zurücklässt.

 

 

19:30 Uhr: Peggy Langhans liest aus ihrem Roman „Die Seele der Steine“ – musikalische Lesung im Kunstraum Siam, Atelier Kunsthamster, Wilsnacker Straße 2, 10559 Berlin.

 

Das Leben der erfolgreichen französischen Schriftstellerin Barbara Benoit gerät auf einer Reise nach Berlin aus den Fugen, als sie dort der jungen Annika begegnet. Deren unkomplizierter Lebensstil und offene Weltsicht sind für Barbara, die sich vollkommen ihrer Arbeit verschrieben hat, gleichermaßen faszinierend wie befremdlich. Zwei Wirklichkeiten, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, treffen aufeinander und setzen die Suche nach sich selbst und den Wunsch nach einer Wandlung in Gang.

 Langhans‘ Roman erzählt von dem Beginn einer Suche nach sich selbst. Wie die Gezeiten begleiten dabei Freude und Angst, Liebe und Verlust den Weg ihrer Figuren, die in der Wahrhaftigkeit eines Moments vor den Spiegel ihres Lebens gestellt werden.


Gesang: Marie Deutscher und Peggy Langhans

Gitarre/Akkordeon André Kolin

 

 

20:15 Uhr: Henning Kreitel liest aus seinem Lyrikband „Warten auf erneut“im Wohnzimmer der Wilden 13, Waldenser Straße 13, 10551 Berlin.

 

Henning Kreitels Gedichte sind feingliedrige Betrachtungen, ganz dem Innenleben zugewandt. Auf das Minimale beschränkt, zeichnet der Autor mit wenigen Worten Geschichten, die den Leser mitnehmen in eine Welt von schweigenden Wünschen, machtlosen Abschieden und aufgeregtem Versagen. Begleitet wird die filigrane Lyrik durch ebenso sublime Fotografien des Abend- und Morgenhimmels. So wie hinter dem Abendhimmel die Weite des Alls liegt, haben auch diese Gedichte eine zweite, tiefere Ebene hinter den Worten.

 


20 Uhr: Anna Müller und Johannes Finke lesen aus ihrem Buch „Nutzloses Gesindel – Geschichten aus dem King Size“ im kallasch& - Moabiter Barprojekt, Unionstraße 2, 10551 Moabit.

 

Das King Size war über sieben Jahre lang das Party-Wohnzimmer der Berliner Szene. Eine Bar wie Berlin, wild, lyrisch, radikal, beschönigend, mystifizierend, einfach, edel, kaputt, ehrlich. Die Bar war Berlins charismatischster Ort für alle Nachtgänger. Ende Juli schloss sie für immer. Berlin wäre nicht Berlin ohne die ehemalige Kult-Bar in der Friedrichstraße mit dem legendären Türsteher Frank Künster. Geöffnet ab 22 Uhr, ging es um Mitternacht erst richtig los und es passierte das Beste, was in einer Bar passieren kann: Es wurde getanzt, und zwar auf kleinstem Raum. Man fühlte sich hier wohl, selbst wenn die Bar aus allen Nähten platzte. Das Buch „Nutzloses Gesindel“ huldigt noch einmal dem Mythos u.a. mit Beiträgen von Udo Tietz, Sarah Waterfeld, Julia Schramm, Nadine Barth, Constantin Klemm, Julien Reitzenstein, Moritz von Uslar, Hannah Hünniger und Johannes Finke.

 

 

 

20:30 Uhr: Claudia Kühn liest aus seinem Buch „Banklady“  in der plattform mabit, Oldenburger Straße 3a, 10551 Berlin.

 

„Banklady“ ist die Geschichte der Hamburgerin Gisela Werler, die in den 60er-Jahren als erste Bankräuberin Deutschlands Berühmtheit erlangte. Zwei Jahre lang beflügelten die in Norddeutschland verübten spektakulären Überfälle der von ihr geführten Bande die erotischen Fantasien der ganzen Nation. Ein braves Mädchen, wohlerzogen und mit 30 Jahren noch bei ihren Eltern lebend, findet ihre erste und einzige große Liebe in dem Bankräuber Hermann Wittorff. Als deutsches Pendant zu „Bonnie & Clyde“ überfallen sie gemeinsam 19 Banken, bevor sie in einer dramatischen Verfolgungsjagd und Schießerei schließlich gefasst werden. Trotz Haftstrafen bleiben sie bis an ihr Lebensende ein Paar. Kühn hat die faszinierende Geschichte der „Bankräuberin aus Liebe“ in einem mitreißenden Roman nacherzählt und lässt die 1960er-Jahre in neuem, coolen Licht leuchten.

 

 

 

21 Uhr: Judy Horney liest aus ihrem Buch „Ich bin eine Frau voller Widersprüche ... Nee, doch nicht.: Mein Leben mit Entscheidungshemmung“ im kallasch& - Moabiter Barprojekt, Unionstraße 2, 10551 Moabit.

 

Kennen Sie das Problem, sich nicht entscheiden zu können? Studien belegen es immer wieder: Zu viel Auswahl macht unglücklich. Egal in welcher Lebenslage: Kind oder Karriere, Ehe oder freie Liebe, Eigenheim oder Miete, Sekt oder Selters? Besonders Frauen, scheinen es in diesem Punkt sehr schwer zu haben. Horney gehört zu dieser Spezies und beschreibt in ihrem Buch, wie sie ihr Leben als notorische Zweiflerin meistert – oder auch nicht. Mit viel Humor und Selbstironie schildert sie die schrägsten Erlebnisse und Zwiespälte, gibt Tipps und verrät Tricks, wie man sich das Leben vielleicht ein wenig leichter machen kann. Wie denkt eine Zweiflerin bei schwerwiegenden Themen wie Kinderkriegen, Geld anlegen oder Jobwechsel? Oder auch bei alltäglichen Dingen wie Klamottenwahl, Urlaubszielen oder Einkaufslisten? Mit authentischen, komischen und absurden Geschichten lässt die Autorin den Leser in ihren neurotischen Kopf gucken.