Mittwoch, den 29.11.2017

 

9:30 Uhr: Peter Guckes und Silja Korn lesen aus ihrem Buch „Wie Mama mit der Nase sieht“ in der St. Paulus Grundschule, Waldenserstraße 27, 10551 Berlin.                                                                                                                                    

Meine Mutter kann man nicht beschummeln. Sie merkt einfach alles. Eigentlich wundert mich das, denn sie selbst ist gar nicht so perfekt, sondern manchmal total hilflos, richtig peinlich. Mama ist blind – und trotzdem die beste Mutter auf der ganzen Welt!

 

 

 

11:15 Uhr: Jutta Schauer Oldenburg liest aus ihrem Lieblingskinderbuch in der Miriam-Makeba-Grundschule, Zinzendorfstraße 15, 10555 Berlin.

 

 

 

16 Uhr: Bücherlesen bei Kerzenschein im Schulgarten Moabit,Birkenstraße 35, 10551 Berlin.

 

 

16:30 Uhr: Julia Latscha liest aus ihrem Buch „Lauthalsleben: Von Lotte, dem Anderssein und meiner Suche nach einer gemeinsamen Welt“ im Vorort-Büro des Quartiersmanagements Moabit West, Rostocker Straße 35, 10553 Berlin.    

 

In diesem inspirierenden Memoir erzählt Julia Latscha vom Leben mit ihrer dreizehnjährigen Tochter. Lotte ist aufgrund eines Sauerstoffmangels bei ihrer Geburt mehrfach behindert. Der Alltag bringt ihre Mutter oft an ihre Grenzen. Dann muss sie sich mit verständnislosen Mitmenschen herumschlagen oder mit unkooperativen Ämtern und Behörden. Doch dann gibt es da die vielen einzigartigen und wunderbaren Momente: Etwa wenn die Familie trotz Rollstuhl eine Reise durch die Mongolei macht oder ein spezieller Computer die Kommunikation mit Lotte ermöglicht. Warmherzig und mit viel Gefühl schildert Julia Latscha in ihrem Erfahrungsbericht die unbeschwerten und die kräftezehrenden Abenteuer und Erlebnisse mit ihrer Tochter und gibt einen authentischen Einblick in das Leben mit einem behinderten Kind. Sie lässt uns teilhaben an ihrem Traum von Inklusion und am bunten und prallvollen Alltag mit Lotte.                  

 

 

16:30 Uhr: Boris Pfeiffer liest aus seinem Buch „Das wilde Pack“ im Glaskasten des SOS-Kinderdorf, Waldstraße 23, 10551 Berlin.       

 

Das Wilde Pack ist eine Bande von Tieren, die in verlassenen U-Bahnschächten und Höhlen unter der Stadt lebt. Angeführt vom Wolf Hamlet haben die Tiere nur ein Ziel: Endlich wieder in Freiheit zu leben. Dabei erlebt das wilde Pack unglaubliche Abenteuer und schlägt den Menschen ein Schnippchen nach dem anderen. Hamlet flieht aus dem Zoo und schließt sich dem Wilden Pack an. Aber anstatt auf eine Bande von selbstbewussten, freien Tieren trifft er auf einen furchtsamen verwahrlosten Haufen. Ob er es schafft, das Selbstvertrauen der Tiere zu wecken und zusammen mit ihnen seinen Freund, den Gorilla, ebenfalls aus dem Zoo zu befreien?

 

 

 

18 Uhr: Die Refo Moabit lädt ein zu Ihrem Programm „Vorfreude“ in der Refo, Wiclefstraße 32, 10551 Berlin.

 

Lesung und Musik in der Kirche. Bringt Decken und Kissen mit. Wir kuscheln uns auf der Fußbodenheizung der Kirche ein und träumen uns in andere Welten.

 

 

19 Uhr: Bettina Kerwien liest aus ihrem Moabiter Krimi „Mitternachtsnotar im Krimisalon der Bruno-Lösche-Bibliothek, Perleberger Straße 33, 10559 Berlin.

 

Die Bewohner der idyllischen Reihenhaussiedlung „Am Rabennest“ in Reinickendorf sind auf hundertachtzig. Eine private Immobilienge­sellschaft, die fest in der Hand der Familie Trasseur ist, hat ihre denkmalgeschützte Siedlung aufgekauft und will sie luxussanieren. Den Bestandsmietern wird mit horrenden Mieterhöhungen und Kündigung gedroht. Das löst ihren Protest aus. Doch dann hängt plötzlich der Hausmeister tot am Dachbalken. Hat er sich selbst umgebracht? Der Moabiter Privatdetektiv Martin Sanders bezweifelt das. Zudem bittet ihn sein Vater um Hilfe. Der ist einer der Investoren der Immobiliengesellschaft und erhält seit einiger Zeit Drohbriefe, in denen er zum Sanierungsstopp aufgefordert wird.

 

 

 

19 Uhr: Jacqueline Jacob und Peter Krüger präsentieren das Buch „Secondhand-Zeit: Leben auf den Trümmern des Sozialismus“ von Swetlana Alexijewitsch im Offenen Wohnzimmer der Wilden 13, Waldesner Straße 13, 10551 Berlin.

 

Gut zwanzig Jahre sind vergangen seit dem Zusammenbruch des Sowjetimperiums, die Russen entdeckten die Welt, und die Welt entdeckte die Russen. Inzwischen aber gilt Stalin wieder als großer Staatsmann, die sozialistische Vergangenheit wird immer öfter, vor allem von jungen Menschen, nostalgisch verklärt.
Russland, so Alexijewitsch, lebt in einer Zeit des „Second-Hand“, der gebrauchten Ideen und Worte. Die Reporterin befragt Menschen, die sich von der Geschichte überrollt, gedemütigt, betrogen fühlen. Sie spricht mit Frauen, die in der Roten Armee gekämpft haben, mit Soldaten, Gulag-Häftlingen, Stalinisten.

Wer das Russland von heute verstehen will, muss dieses Buch lesen. Alexijewitsch formt aus den erschütternden Erfahrungen von Menschen, die zwischen Neuanfang und Nostalgie schwanken, den Lebensroman einer noch nicht vergangenen Epoche.