Montag, 14.11.2016

 

20 Uhr: Die Billinguale Dichtergruppe „Moabiter Dichter“ liest aus ihrem Buch „Gemütliche Abende in Moabit"

in der Zunftwirtschaft Moabit, Arminiusstraße 2-4, 10551 Berlin.

Es werden u.a. Märchen von surrealen oder ungewöhnlichen Ereignissen erzählt. Einer spricht mit Satan über den Verkauf seiner Seele, ein Anderer erzählt über eine Heilige
in Berlin, die Menschen in schwierigen Zeiten rettet. Es lesen
Dr. Nora Gaydukova, Ralf Landmesser, Gabriel Berger, Elena Jamov, Martin Thoma, Saadi Isakov und  Eugen Denisov. Georg Potzies singt jiddische Lieder, auch Bob Dylan und Leonard Cohen werden eindrucksvoll gecovert. Martin Thoma singt eigene Lieder. Ein besonderer Gast aus Sankt-Petersburg, der Komponist und Pianist Igor Dunkul,
begleitet die Lesung.

 

 

Dienstag, 15.11.2016

 

19:30 Uhr: Steve Bürk liest aus seinem Roman „Die unwahrscheinliche Erleuchtung des Kiffers Felix B."

im Kapitel 21, Lehrter Straße 55, 10557 Berlin.

Felix steht auf genau 3 Dinge: seine Freundin Silke, FoF-Zocken mit seinem besten Kumpel Larry und Gras. Sein Leben ist einfach und entspannt. Als ihn aber völlig unverhofft der Göttliche Funke trifft, ist es damit vorbei. Ununterbrochen prasselt ein Informationsstrom auf ihn ein: In seiner Kloschüssel schwimmen 157.875 Bakterien, an seinem Fernseher haften 2.375 Staubkörner, seine Nachbarin hat ihre Katze umgebracht … Plötzlich stehen auch noch zwei Mönche vor der Tür und wollen den Göttlichen Funken für sich beanspruchen. Und auch die mysteriösen Männer in Schwarz haben es auf Felix und seine neuen, hellseherischen Fähigkeiten abgesehen. Das Einzige, was ihm jetzt noch helfen kann, ist Gras. Verdammt viel Gras …

 


 

Mittwoch, 16.11.2016

 

+++ACHTUNG PROGRAMMÄNDERUNG: PHILIP MEINHOLD LIEST HEUTE ANSTATT STEPHAN HÄHNEL. DIESER LIEST MORGEN UM 19 UHR IM ZK/U AUS SEINEM BUCH "GEFALLEN AUF DEM FELD DER EHE" SIEHE PROGRAMM 17.11.2016++++

19 Uhr: Der Autor Philip Meinhold liest aus seinem Buch „Oh Jugend, oh Westberlin“ - Reportagen, Kolumnen und Glossen über das alte und neue Berlin

im ZKU - Zentrum für Kunst und Urbanistik, Siemensstraße 27, 10551 Berlin.

Meinhold erinnert sich: an eine Kindheit und Jugend in den 70er und 80er Jahren, an die Lektüre des Quelle-Katalogs und an die des „Fänger im Roggen“, vor allem aber an West-Berlin. An Eberhard Diepgen und die Deutschlandhalle, an Besuche auf der Grünen Woche und im Grips Theater. Mal nostalgisch und wehmütig, dann wieder polemisch und wütend – jedoch nie ohne Witz.

 

 

20 Uhr: Kirsten Fuchs, Sebastian Lehmann, Paul Bokowski und André Herrmann  präsentieren ihre Lesebühne „Fuchs&Söhne“

im Historischer Gemeindesaal, Putlitzstraße 13, 10551 Berlin.

„Fuchs&Söhne“ ist Moabits einzige und einzigartige Lesebühne. Jeden 3. Mittwoch im Monat begeistern die Autoren ihr Publikum. Neben ihren selbstverfassten, humorvollen und aberwitzigen Geschichten bereichert jedes Mal ein fulminanter Spezial-Gast das knapp zweistündige Programm. Dieses Mal der Berliner Musiker und radioeins-Barde Sven van Thom.

Achtung! Ausnahmsweise Eintritt: 5€ für Fuchs&Söhne

 

 

20 Uhr: Thomas Manegold präsentiert sein Werk „Heimathiebe“

in Leck meine Küche (Freddy Leck sein Waschsalon), Gotzkowskystraße 11, 10555 Berlin.

In Kolumnen und poetischen Texten beschwört Thomas Manegold den zwanghaft anderen Blick auf Klischees, Befindlichkeiten, Erinnerungen und Ereignisse, wenn er beispielsweise der brandenburgischen Idylle Gedichte über das Jagdverhalten von Raubvögeln abtrotzt oder wenn er die Feindschaften zwischen den deutschen Bundesländern aufs Korn nimmt. Genüsslich werden Tabus gebrochen, Gott und die Welt beschimpft und der gesunde Menschenverstand beschworen.

 

 

 

Donnerstag, 17.11.2016

  

19 Uhr: Jutta Reike liest aus ihrem Buch Ver-Ratgeber ... und andere Geschichten“

im B-Laden, Lehrter Straße 27–30, 10557 Berlin.


Ein Brief deines bisherigen Arbeitgebers kickt dich in eine Zukunft mit ganz viel Freizeit! Unerwartet, hoffnungsvoll! Du fühlst dich verkannt, vergrault, verraten, alles Mögliche, was es sonst noch mit „ver-" gibt, verirrst und verjüngst dich, es ist verrückt! Doch was fängst du nun damit an? Um nicht im Personen-Recyclingschredder zu verschwinden, probiere um jeden Preis alle Wege aus, die dir ein aus dem Nebel plötzlich auftauchender Flaschengeist eröffnet! Ein Ratgeber der besonderen Art, witzig, bissig und pfiffig!

 

 

++++++++++++++++++Achtung: Zusatzlesung+++++++++++++++

19 Uhr: Stephan Hähnel liest aus seinem Buch „Gefallen auf dem Feld der Ehe“

im ZK/U - Zentrum für Kunst und Urbanistik, Siemensstraße 27, 10551 Berlin.

Menschen heiraten aus Liebe. Schade, dass dieser Zustand nicht immer von Dauer ist. Scheidung wäre eine Option, doch die Protagonisten in den Kurzgeschichten von Krimiautor Stephan Hähnel sind weitaus kreativer. Sie entledigen sich ihrer Ehepartner lieber auf unkonventionelle Weise, manchmal blutig, auch mal unbeabsichtigt, aber stets endgültig. Da werden Mordinstrumente im Baumarkt gekauft, die Frau auch mal in der Kammer vergessen oder der Mann an die Katze verfüttert. Klingt ganz schön traurig und  brutal, wenn es dabei nicht so unterhaltsam wäre.

 

 

 

19:30 Uhr: Alexander Kühne liest aus seinem Buch „Düsterbusch City Lights“

im Kapitel 21, Lehrter Straße 55, 10557 Berlin.

Düsterbusch ist kein Ort für Helden. Nicht Preußen, nicht Sachsen, ein Kaff am Rande des Spreewalds. Anton wohnt hinter dem Mähdrescherfriedhof und träumt vom großen Leben. Bis er eine glänzende Idee hat: Sein Dorf soll Metropole werden, mit U-Bahn-Anschluss und Leuchtreklamen. Mit einer Handvoll Freunden macht er sich daran, mitten in der DDR einen Szene-Club nach Londoner Vorbild aufzuziehen. Alexander Kühne erzählt die Geschichte von einem, der bleibt und kämpft – aber nicht politisch, sondern mit den Waffen der Popkultur. Er erzählt von den großen Träumen im Kleinen und vom Scheitern einer Utopie.

 

 

20 Uhr: Clint Lukas liest aus seinem Buch „Nie wieder Frieden“

im kallasch& - Moabiter Barprojekt, Unionstraße 2, 10551 Moabit.

Die Texte vom Surfpoeten Lukas sind eine Kriegserklärung an die Langweiler, die Heuchler und die Selbstgerechten. Sein Feind ist der Idiot an sich und seine Helden begegnen dem, was ihnen der absurde Alltag so vor die Füsse kotzt, mit Ironie, Humor, Mescalin und anderen Drogen – aber vor allem mit Liebe und Leidenschaft. Sein Ich-Protagonist ist so kompromisslos ehrlich, dass er gar nicht politisch korrekt sein kann. Pointiert erzählt und für den Zuhörer tragisch-komisch scheitert er, verliert sein Herz, lässt sich auf skurrile Kunst-Projekte ein und kämpft gegen den Stumpfsinn einer auf Konsum und Konformität getrimmten Gesellschaft.

 

 

21 Uhr: Mikis Wesensbitter liest aus seinem Buch „Wir hatten ja nüscht im Osten ..nich´ma Spaß“

im kallasch& - Moabiter Barprojekt, Unionstraße 2, 10551 Moabit.

Mit 6 Jahren bekam Mikis Wesensbitter wegen seiner tiefen Stimme Gesangsverbot, mit 9 Jahren wegen moralisch anstößiger Texte Schreibverbot und mit 12 Jahren wegen seltsamer Fragen im Biologieunterricht Redeverbot. Ein Friseurverbot hat er sich mit 15 Jahren dann selbst auferlegt wegen der permanenten Messerformschnitt-Diktatur der sozialistischen Einheits-Frisiersalons. Mit den Abgründen des Ostalltags kennt sich Mikis Wesensbitter bestens aus. Mit Berliner Schnauze und Humor erzählt der bekennende FC-Union Fan, wie das Mauerfalljahr wirklich für ihn war, wo die besten Punkrockkonzerte stattfanden und was Freiheit und Freundschaft bedeutet.

 

 

 

Freitag, 18.11.2016

 

 

18:15 Uhr: Margarete Radeck liest ihre Erzählung „Madame Rosinskaja"

im Treffpunkt Waldstraße, Waldstraße 7, 10553 Berlin.

Was passiert wohl, wenn sich eine Nachbarin als ganz besonderer Mensch mit besonderen Fähigkeiten erweist? Wie Mann/ Frau unversehens in die Situation kommt, mit zauberhaften Möglichkeiten über besondere Kräfte zu verfügen, die Wünsche erfüllen können. Ein modernes Märchen, das vielleicht wahr sein könnte?

 

 

18:45 Uhr: Norbert Hummelt liest aus seinem Lyrikband „Fegefeuer“

in der Remise – Die kleine Kunstgalerie in Moabit, Beusselstraße 2 , 10553 Berlin.

In seinen neuen Gedichten beschwört Hummelt die inneren Nöte des Menschen und das Glück der Erlösung – ein elegischer Rückbezug auf Dantes zweites Jenseitsreich, das Fegefeuer. Zugleich sind diese neuen Gedichte aber auch Meisterwerke von belebender, befreiender Kraft: In ihren treibenden Rhythmen beschwören sie die Freude der inneren Verwandlung und Augenblicke des Glücks.

 

 

19 Uhr: Georg Eichinger liest seine Kurzgeschichten aus „Reisebriefe, rein fiktiv“

im Atelier Eichinger & Eichinger, Alt-Mobit 53, 10555 Berlin.

Wenn einer eine Reise tut, kann er was erzählen, sagte man früher. Und wenn einer von seiner Reise erzählt, die er gar nicht gemacht hat? Eichinger berichtet in seinen skurrilen Kurzgeschichten von Achselhaar aus Hortensienblüten, Stolperfüssen, die ohne ihren Jogger allein weiterlaufen, im Schlaf erlebte Liebesabenteuer im Café und anderen echt wahren Erfindungen

 

 

19 Uhr: Robert Rescue liest aus seinem Buch „Zum Glück hab ich wenigstens Pech“

in Leck meine Küche (Freddy Leck sein Waschsdalon), Gotzkowskystraße 11, 10555 Berlin.

Ein wohlüberlegter Anmachspruch zieht nicht, die mühsam gesammelten Payback-Punkte reichen höchstens für einen Kugelschreiber und das Jobcenter stellt sich quer, weil die Berufsbezeichnung „Autor“ im System nicht existiert. Ein paar hartnäckige Zwangsneurosen machen ihm zudem das Leben schwer und selbst der eigene Klon nimmt ihn nicht ernst. Im Kampf mit diesen alltäglichen Miseren hat Robert Rescue jahrelang Erfahrung und kontert mit stoischer Gelassenheit und trockenem Humor. Denn der Lesebühnenautor hat zum Glück wenigstens Pech.

 

 

19:30 Uhr: Axel Barner liest aus seinem Text „Lennings Reise“

in der Galerie Udo Würtenberger, Elberfelder Straße 10, 10555 Berlin.

Axel Barner liest aus seinem unveröffentlichten Text „Lennings Reise“ eine grönländische Nachtgeschichte, die sehr turbulent beginnt, aber schließlich fast entspannt ausklingt – und vielleicht noch ein oder zwei andere Passagen aus der oben genannten Erzählung.

 

 

19:30 Uhr: Philipp Sonntag präsentiert sein Programm „Liebe & Blues“

im Friseursaloon Marianne Graff, Bremer Str. 71, 10551 Berlin.

Philipp Sonntag ist der Mann mit der Mundharmonika. An diesem Abend präsentiert er Gedichte und komisch-traurige Erzählungen über die Liebe. Das ganze in einem Bett aus zärtlichem, groovigen Blues.

 

 

 

19:30 Uhr: Bastian Mayerhofer präsentiert sein Programm „Wirsing fürs Volk“

 

im Kapitel 21, Lehrter Straße 55, 10557 Berlin.

 

Bastian will ein vollwertiges Mitglied unserer deutschen Gemeinschaft werden. Deshalb wird er im Amt für innereuropäische Immigration vorstellig und erzählt in Liedern und Geschichten seinen sehr holprigen Lebenslauf, der ihn aus einem kleinen Ort hinter einer kleinen Stadt bei Salzburg schließlich ins hippe Berlin verschlug. Hier würde er gern bleiben. Dass Österreicher dazu neigen, schier zwanghaft über ihre Umgebung Witze zu machen, vereinfacht seine Situation nicht.

 

 

19 Uhr: Hauser & Tiger präsentieren Klang & Text # 5

im kallasch& - Moabiter Barprojekt, Unionstraße 2, 10551 Moabit.

Zu Gast in der Moabiter Literaturreihe Hauser & Tiger sind dieses Mal Hendrik Otremba (Sänger der Band Messer, Kulturjournalist und Autor) und die Graphic-Novel Autorin Aisha Franz.

 

 

20 Uhr: CRIME & WINE & die Ralph Schüller Band

in der Dorotheenstädtischen Buchhandlung, Turmstraße 5, 10559 Berlin.

Rainer Breuer und Ursula Dahm, Herausgeber der ältesten unabhängigen deutschsprachigen Krimireihe trèves krimi, nehmen Sie bei Kurzkrimis und Top-Weinen mit auf eine unterhaltsame, aber keineswegs geruhsame Reise. Damenhaft wird der Abend in der Folge nicht immer sein – amüsant dagegen schon. Mehr wird zum literarischen Programm nicht verraten. Schließlich handelt es sich um eine Premiere.

 

 

20:15 Uhr: Der Künstler Rahim Shirmahd erzählt Autobiografisches aus seinem 30-jährigen Leben in Deutschland

im Atelier Café Fotoethik, Gotzkowskystraße 15, 10555 Berlin.

Shirmahd wurde im Iran geboren und machte dort sein Abitur, kam nach der Islamischen Revolution 1980 nach Deutschland und ließ sich zum Pressefotografen ausbilden. Er drehte viele Filme und zog 2008 nach Berlin. Entwurzelt fühlte er sich nie, da seine Wurzeln da sind, wo er ist. Er betreibt das Atelier, welches gleichzeitig Fotostudio und ein kleines Café – mit Lesungen und wechselnden Ausstellungen – ist.

 

 

 

20:15 Uhr: Susanne Berkenheger präsentiert ihre lustigsten Kolumne

im Treffpunkt Waldstraße, Waldstraße 7, 10553 Berlin.

Soll man im Schlafanzug arbeiten? Lässt sich der Schnürsenkelkauf mit der Eisenhower-Methode delegieren? Können E-Mails unter zwei Sekunden beantwortet werden? Wie genial macht Selbsthypnose und wird - wer seinen inneren Kritiker mit einem Schleckeis besticht - ein glücklicher Genforscher? Für die Wochenzeitung "der freitag" testet Berkenheger einmal im Monat die kühnsten Tipps des Universums, um als "Die Ratgeberin" von ihren bizarren Versuchsergebnissen zu erzählen.

 

 

 

20:15 Uhr: Jörg Sader liest aus seinen neuen TextenPositionen, die sich verändern und doch gleich bleiben

in der Galerie Udo Würtenberger, Elberfelder Straße 10, 10555 Berlin.

Die untergegangene DDR, in der der Autor aus Moabit seine Jugend verbrachte, hat in seinen Texten so manche Spur hinterlassen – sowohl in seinem Erzählungsband „Unter Tage“ als auch in den kleinen Texten, die  er bei der Langen Nacht des Buches liest. Es geht aber auch um das Selbstverständnis als Autor im Jahre 2016 und sein Handwerk.

 

 

 

21 Uhr: Frédéric Valin liest Erzählungen aus seinem Buch „In kleinen Städten“

in Leck meine Küche (Freddy Leck sein Waschsalon), Gotzkowskystraße 11, 10555 Berlin.

Valin schildert einen Pfleger in einer Behinderteneinrichtung, die Anforderungen der Arbeit, die nötigen Handgriffe und lässt in der Schwebe, was Routine und was Mitgefühl ist; er zeigt einen jungen Mann, der anlässlich des Selbstmordes einer alten Jugendfreundin in seine Heimatstadt zurückkehrt und feststellen muss, dass er nichts vom Leben seiner Mutter weiß und Empathie verlernt hat; einen alternder Oberbürgermeister, der seine Provinzstadt in neue Hände übergeben will, und im Wahlkampf für seinen designierten Nachfolger mit den neuen Medien konfrontiert wird. Er erzählt von einem armen Schlucker, der mit seiner reichen Freundin in der Vorstadt zusammen ziehen wird, aber gar nicht recht weiß, ob er die Stadtmitte eigentlich verlassen möchte und von einem Trinker, der trinkt, ohne den Rausch genießen zu können.

Frédéric Valin erzählt vom Abseitigen im Alltäglichen - vom Umgang mit Behinderung und Tod, Arbeit und Karrieremöglichkeiten, entfremdeten Familien und von Kompromissen, die man in der Liebe eingeht. In einer lakonischen und teils melancholische, teils ironische Sprache, die berührt und beeindruckt. In diesen Geschichten zeigt sich seine genaue Beobachtungsgabe.

 

 

21 Uhr: Alexander Soth liest aus seinen TextenSelf-made man. Eine Art Reisebericht

in der Galerie Udo Würtenberger, Elberfelder Straße 10, 10555 Berlin.

Soth präsentiert Auszüge aus seinem aktuellen Romanmanuskript, welches über Reisen im direkten und im metaphorischen Sinn handelt. Durch Südwesteuropa, durchs Leben und durch die Zeiten. Ein Trip ins Offene, bei dem keiner weiß, was ihm blüht. Lassen Sie sich überraschen!

 

 

22 Uhr: Kristjan Knall liest aus seinem Buch 111 Gründe, Berlin zu hassen: Die Stadt so, wie sie wirklich ist“

in Leck meine Küche (Freddy Leck sein Waschsalon), Gotzkowskystraße 11, 10555 Berlin.

Weil Berlin das neue Malle ist. Weil der BER Germania 2.0 ist. Weil der Wedding nicht kommen kann. Weil Rentner Amok laufen. Weil Gemüsedöner und Currywurst als Essen durchgehen. Weil Hipster zu blöde sind, Alki zu sein. Weil es ein Streichelzoo für Verrückte ist. Weil die Spätis ausgemerzt werden. Weil Backpacker alles vollschwitzen. Weil Berlin verdorft. Weil »Tatort« Event ist. Weil die Hasenheide voll von Alpha-Kevins ist. Weil Stricken das neue Graffiti sein will. Weil Berlin Berlin ist.

 

 

Samstag, 19.11.2016

 

 

19:30 Uhr: Salon Siam im Atelier Veronika Weidauer mit Anna Opel, John Tammera und weiteren Gästen

im Kunstraum Siam, Wilsnacker Straße 2, 10559 Berlin.

Opel liest aus ihrem Manuskript „Wo du hingehst“. Im Herbst 2015 kreuzen sich die Lebenswege zweier Frauen in Berlin-Moabit. Eine Geflüchtete auf der Suche nach einem Leben, eine Berlinerin, die kurz hintereinander Mutter und Tochter verliert.

Musikalisch wird der Abend begleitet von Veronika Weidauer und John Tammena mit unplugged interpretierten Songs im Duett.

 

20 Uhr: Sven Stricker liest aus seinem Krimi „Sörensen hat Angst“

im kallasch& - Moabiter Barprojekt, Unionstraße 2, 10551 Moabit.

Mit einer Angststörung im Gepäck lässt sich Kriminalhauptkommissar Sörensen von Hamburg nach Katenbüll in Nordfriesland versetzen. Er hofft, dass der kleine Ort ihm ein ruhiges, beschauliches (Arbeits-)Leben bescheren wird. Doch Katenbüll ist grau und trostlos, es regnet ununterbrochen, die Einheimischen haben nicht gerade auf Sörensen gewartet. Und es kommt noch schlimmer. Gleich nach Sörensens Ankunft sitzt Bürgermeister Hinrichs im eigenen Pferdestall, so tot wie die ganze Umgebung. Schon die ersten Blicke hinter die Kleinstadtkulisse zeigen dem Kommissar: Hier kann man es wirklich mit der Angst bekommen.

 

21 Uhr: Berni Mayer liest aus seinem Krimi „Rosalie“

im kallasch& - Moabiter Barprojekt, Unionstraße 2, 10551 Moabit.

Nach vielen Jahren kehrt Konstantin in den Ort seiner Kindheit zurück, nach Praam an der Schwarzen Laaber, tief in der bayrischen Provinz. Er hat immer unter der Enge gelitten, aber auch seine erste große Liebe hier erlebt – zu Rosalie, einer Außenseitergestalt wie er. Plötzlich ist alles wieder da: die Erinnerungen an das Erwachsenwerden auf dem Land. Und an die Schatten dieser Zeit, denn neben der magischen ersten Romanze gab es auch ein düsteres Ereignis, das sein Leben tief erschüttert hat.
Berni Mayer erzählt von einer heimlichen Liebe, die immer mehr zur Verschwörung wird gegen die autoritäre Welt der Eltern und der Kirche. Und er erzählt, wie ein Leichenfund in einem heruntergekommenen Wasserschloss alles verändert. Denn die Geschichte, die hinter diesem Toten steckt, führt tief hinein in die Vergangenheit und offenbart die Verstrickung der alteingesessenen Dorfbewohner in ein sorgfältig verdrängtes NS-Verbrechen. Am Ende müssen Konstantin und Rosalie sich entscheiden: für jeweils eine Seite und für oder gegen das Schweigen.