Montag, 14.11.2016

 

19 Uhr: Stephanie Quitterer liest aus ihrem Buch „Hausbesuche. Wie ich mit 200 Kuchen meine Nachbarschaft eroberte“

in der Buchhandlung am Spreebogen, Kirchstraße 21, 10557 Berlin.

Kennen Sie eigentlich ihre Nachbarn? Quitterer backt Tag für Tag Kuchen und klingelt an fremden Wohnungstüren. Sie wettet, dass sie endlich ihre Nachbarn kennenlernt.
Ein ansteckendes Experiment mit 200 Kuchen und eine charmante Geschichte über Fremdwohnungssehnsucht, Nachbarschaft und Freundschaft.

 

 

19 Uhr: Robert Gold liest aus seinem Roman „Flieg ich durch die Welt“

im B-Laden, Lehrter Straße 27–30, 10557 Berlin.

Zum Abitur schenken sich die Freunde Angelo und Pascal eine Reise. Sie wollen raus aus Ostberlin und planen, gemeinsam mit dem Abenteurer Wolle im Sommer ’89 ans Schwarze Meer zu trampen. Bevor ihr Leben richtig beginnt, wollen sie die kleine große Welt des Ostblocks sehen, losgelöst von Konventionen und elterlichen Ratschlägen, eine Idee von Freiheit im Kopf. Zehn Jahre später zeigt sich, wohin die politischen Umwälzungen, spontanen Entschlüsse und amourösen Erlebnisse die jungen Männer gebracht haben. Während Pascal mit einer Werbeagentur erfolgreich ist und Wolle einen Underground-Schuppen eröffnet, bleibt Angelo in den Karpaten verschollen. Ihre Jugend ist vorbei, doch erwachsen sind sie nicht, stattdessen auf dem Weg in eine Zukunft, die vieles verspricht und nur weniges halten kann.
Ein aufwühlender Roman, der in die spannende Zeit des Umbruchs entführt.

 

 

20 Uhr: Die Billinguale Dichtergruppe „Moabiter Dichter“ liest aus ihrem Buch „Gemütliche Abende in Moabit"

in der Zunftwirtschaft Moabit, Arminiusstraße 2-4, 10551 Berlin.

Es werden u.a. Märchen von surrealen oder ungewöhnlichen Ereignissen erzählt. Einer spricht mit Satan über den Verkauf seiner Seele, ein Anderer erzählt über eine Heilige
in Berlin, die Menschen in schwierigen Zeiten rettet. Es lesen
Dr. Nora Gaydukova, Ralf Landmesser, Gabriel Berger, Elena Jamov, Martin Thoma, Saadi Isakov und  Eugen Denisov. Georg Potzies singt jiddische Lieder, auch Bob Dylan und Leonard Cohen werden eindrucksvoll gecovert. Martin Thoma singt eigene Lieder. Ein besonderer Gast aus Sankt-Petersburg, der Komponist und Pianist Igor Dunkul,
begleitet die Lesung.

 

 

Dienstag, 15.11.2016

 

18:30 Uhr: Michael G. Fritz liest aus seinem Roman „Ein bißchen wie Gott“

im Coffee Break, Jagowstraße 23, 10555 Berlin.

An dem Tag, als Johanna an die Bildschirme der Überwachungskameras eines Berliner Bahnhofs umgesetzt wird, beobachtet sie auf einem Bahnsteig ihren Mann André, der eine fremde Frau küsst. Johanna glaubt, durch den Anblick endgültig verrückt zu werden wie ihre Großmutter. Sie befürchtete es schon immer, ihre Mutter Erika hatte es ihr vorausgesagt. Nun scheint es einzutreten. Fritz antwortet auf seine Wahrnehmungen in Zeiten der Überwachung mit einem Roman über ein bitteres Familiengeheimnis, in dem er gekonnt und unterhaltsam mit der Wirklichkeit auf den Monitoren zu spielen weiß.

 

 

19:30 Uhr: Steve Bürk liest aus seinem Roman „Die unwahrscheinliche Erleuchtung des Kiffers Felix B."

im Kapitel 21, Lehrter Straße 55, 10557 Berlin.

Felix steht auf genau 3 Dinge: seine Freundin Silke, FoF-Zocken mit seinem besten Kumpel Larry und Gras. Sein Leben ist einfach und entspannt. Als ihn aber völlig unverhofft der Göttliche Funke trifft, ist es damit vorbei. Ununterbrochen prasselt ein Informationsstrom auf ihn ein: In seiner Kloschüssel schwimmen 157.875 Bakterien, an seinem Fernseher haften 2.375 Staubkörner, seine Nachbarin hat ihre Katze umgebracht … Plötzlich stehen auch noch zwei Mönche vor der Tür und wollen den Göttlichen Funken für sich beanspruchen. Und auch die mysteriösen Männer in Schwarz haben es auf Felix und seine neuen, hellseherischen Fähigkeiten abgesehen. Das Einzige, was ihm jetzt noch helfen kann, ist Gras. Verdammt viel Gras …

 

 

Mittwoch, 16.11.2016

 

19 Uhr: Julia und Evelyn Csabai lesen aus ihrem Buch „Letzter Aufruf Tegel“

in Leck meine Küche (Freddy Leck sein Waschsalon), Gotzkowskystraße 11, 10555 Berlin.

Er ist sechseckig, alt und platzt aus allen Nähten: Berlin-Tegel ist der tollste Flughafen der Welt! Beinahe täglich werden hier Flugpassagiere, Mitarbeiter und Besucher von komischen, skurrilen oder dramatischen Ereignissen in Atem gehalten. Dürfen Frösche Erster Klasse fliegen? Was ist so toll an Sex im Wickelraum? Können Brust-Implantate in der Luft platzen? Wohin mit Passagieren, die zu betrunken sind zum Fliegen? Was passiert, wenn ein herrenloser Koffer voller Nutella-Gläser gesprengt wird? Wie gelangen Popstars unbehelligt zum Abflug-Gate?

 


+++ACHTUNG PROGRAMMÄNDERUNG: PHILIP MEINHOLD LIEST HEUTE ANSTATT STEPHAN HÄHNEL. DIESER LIEST MORGEN UM 19 UHR IM ZK/U AUS SEINEM BUCH "GEFALLEN AUF DEM FELD DER EHE" SIEHE PROGRAMM 17.11.2016++++

19 Uhr: Philip Meinhold liest aus seinem Buch „Oh Jugend, oh Westberlin“ - Reportagen, Kolumnen und Glossen über das alte und neue Berlin

im ZKU - Zentrum für Kunst und Urbanistik, Siemensstraße 27, 10551 Berlin.

Meinhold erinnert sich: an eine Kindheit und Jugend in den 70er und 80er Jahren, an die Lektüre des Quelle-Katalogs und an die des „Fänger im Roggen“, vor allem aber an West-Berlin. An Eberhard Diepgen und die Deutschlandhalle, an Besuche auf der Grünen Woche und im Grips Theater. Mal nostalgisch und wehmütig, dann wieder polemisch und wütend – jedoch nie ohne Witz.

 

 

20 Uhr: Kirsten Fuchs, Sebastian Lehmann, Paul Bokowski und André Herrmann  präsentieren ihre Lesebühne „Fuchs&Söhne“

im Historischer Gemeindesaal, Putlitzstraße 13, 10551 Berlin.

„Fuchs&Söhne“ ist Moabits einzige und einzigartige Lesebühne. Jeden 3. Mittwoch im Monat begeistern die Autoren ihr Publikum. Neben ihren selbstverfassten, humorvollen und aberwitzigen Geschichten bereichert jedes Mal ein fulminanter Spezial-Gast das knapp zweistündige Programm. Dieses Mal der Berliner Musiker und radioeins-Barde Sven van Thom.

Achtung!!! Einzige Lesung mit Eintritt: 5€

 

20 Uhr: Stephan Reich liest aus seinem Roman „Wenn´s brennt“

im ZK/U - Zentrum für Kunst und Urbanistik, Siemensstraße 27, 10551 Berlin.

Erik und Finn sind beste Freunde, aber nach den Ferien werden sich ihre Wege trennen. Jetzt bleiben den beiden sechs Wochen, in denen sie es noch einmal so richtig krachen lassen wollen – doch je näher der Abschied, desto düsterer die Stimmung. Die Partys werden zu Saufgelagen, Streiche zu Straftaten, und das Gefühl der unendlichen Freiheit weicht der Angst vor der Zukunft ohneeinander. Bis irgendwann nicht mehr klar ist, ob Erik und Finn dasselbe meinen, wenn sie vom Ende der gemeinsamen Zeit sprechen ...
Hart, unsentimental und berührend, mit Witz und einem guten Ohr für blitzschnelle Dialoge, erzählt Stephan Reich von der Jugend, der Liebe und – vor allem – von einer besonderen Freundschaft.

 

 

20 Uhr: Thomas Manegold präsentiert sein Werk „Heimathiebe“

in Leck meine Küche (Freddy Leck sein Waschsalon), Gotzkowskystraße 11, 10555 Berlin.

In Kolumnen und poetischen Texten beschwört Thomas Manegold den zwanghaft anderen Blick auf Klischees, Befindlichkeiten, Erinnerungen und Ereignisse, wenn er beispielsweise der brandenburgischen Idylle Gedichte über das Jagdverhalten von Raubvögeln abtrotzt oder wenn er die Feindschaften zwischen den deutschen Bundesländern aufs Korn nimmt. Genüsslich werden Tabus gebrochen, Gott und die Welt beschimpft und der gesunde Menschenverstand beschworen.

 

 

20 Uhr: Gerrit Meijer liest aus seinem Buch „Berlin, Punk, PVC: Die unzensierte Geschichte“

im Kunstraum Siam, Wilsnacker Straße 2, 10559 Berlin.

Westberlin, 1977. Kein Drummer in Sicht, der Probenraum steht unter Wasser, doch PVC wollen nur eins: auf die Bühne! Und plötzlich gibt es Punk aus Deutschland. Ihre Songs prägen die gesamte Szene. Der Absturz folgt prompt, aber Gerrit Meijer bleibt: unangepasst, musikalisch getrieben, mit dem Finger auf der Wunde des Mainstream. Seine Erinnerungen entführen in die wilde Zeit einer rebellierenden Generation Er erzählt von den ersten Gigs mit Iggy Pop, dem On and Off der Punkszene, der Liaison mit Bela B. Ende der 80er, dem Aids-Tod von Gründungsmitglied Knut Schaller. Meijer geht es um Haltung, Kreativität und ein einzigartiges Lebensgefühl, das in jeder Zeile mitschwingt.

 

 

Donnerstag, 17.11.2016

 

19 Uhr: Jutta Reike liest aus ihrem Buch Ver-Ratgeber ... und andere Geschichten“

im B-Laden, Lehrter Straße 27–30, 10557 Berlin.


Ein Brief deines bisherigen Arbeitgebers kickt dich in eine Zukunft mit ganz viel Freizeit! Unerwartet, hoffnungsvoll! Du fühlst dich verkannt, vergrault, verraten, alles Mögliche, was es sonst noch mit „ver-" gibt, verirrst und verjüngst dich, es ist verrückt! Doch was fängst du nun damit an? Um nicht im Personen-Recyclingschredder zu verschwinden, probiere um jeden Preis alle Wege aus, die dir ein aus dem Nebel plötzlich auftauchender Flaschengeist eröffnet! Ein Ratgeber der besonderen Art, witzig, bissig und pfiffig!

 

++++++++++++++++++Achtung: Zusatzlesung+++++++++++++++

19 Uhr: Stephan Hähnel liest aus seinem Buch „Gefallen auf dem Feld der Ehe“
 
im ZKU - Zentrum für Kunst und Urbanistik, Siemensstraße 27, 10551 Berlin.
 
Menschen heiraten aus Liebe. Schade, dass dieser Zustand nicht immer von Dauer ist. Scheidung wäre eine Option, doch die Protagonisten in den Kurzgeschichten von Krimiautor Stephan Hähnel sind weitaus kreativer. Sie entledigen sich ihrer Ehepartner lieber auf unkonventionelle Weise, manchmal blutig, auch mal unbeabsichtigt, aber stets endgültig. Da werden Mordinstrumente im Baumarkt gekauft, die Frau auch mal in der Kammer vergessen oder der Mann an die Katze verfüttert. Klingt ganz schön traurig und  brutal, wenn es dabei nicht so unterhaltsam wäre.

 

 

19:30 Uhr: Alexander Kühne liest aus seinem Buch „Düsterbusch City Lights“

im Kapitel 21, Lehrter Straße 55, 10557 Berlin.

Düsterbusch ist kein Ort für Helden. Nicht Preußen, nicht Sachsen, ein Kaff am Rande des Spreewalds. Anton wohnt hinter dem Mähdrescherfriedhof und träumt vom großen Leben. Bis er eine glänzende Idee hat: Sein Dorf soll Metropole werden, mit U-Bahn-Anschluss und Leuchtreklamen. Mit einer Handvoll Freunden macht er sich daran, mitten in der DDR einen Szene-Club nach Londoner Vorbild aufzuziehen. Alexander Kühne erzählt die Geschichte von einem, der bleibt und kämpft – aber nicht politisch, sondern mit den Waffen der Popkultur. Er erzählt von den großen Träumen im Kleinen und vom Scheitern einer Utopie.

 

 

20 Uhr: Clint Lukas liest aus seinem Buch „Nie wieder Frieden“

im kallasch& - Moabiter Barprojekt, Unionstraße 2, 10551 Moabit.

Die Texte vom Surfpoeten Lukas sind eine Kriegserklärung an die Langweiler, die Heuchler und die Selbstgerechten. Sein Feind ist der Idiot an sich und seine Helden begegnen dem, was ihnen der absurde Alltag so vor die Füsse kotzt, mit Ironie, Humor, Mescalin und anderen Drogen – aber vor allem mit Liebe und Leidenschaft. Sein Ich-Protagonist ist so kompromisslos ehrlich, dass er gar nicht politisch korrekt sein kann. Pointiert erzählt und für den Zuhörer tragisch-komisch scheitert er, verliert sein Herz, lässt sich auf skurrile Kunst-Projekte ein und kämpft gegen den Stumpfsinn einer auf Konsum und Konformität getrimmten Gesellschaft.

 

 

21 Uhr: Mikis Wesensbitter liest aus seinem Buch „Wir hatten ja nüscht im Osten ..nich´ma Spaß“

im kallasch& - Moabiter Barprojekt, Unionstraße 2, 10551 Moabit.

Mit 6 Jahren bekam Mikis Wesensbitter wegen seiner tiefen Stimme Gesangsverbot, mit 9 Jahren wegen moralisch anstößiger Texte Schreibverbot und mit 12 Jahren wegen seltsamer Fragen im Biologieunterricht Redeverbot. Ein Friseurverbot hat er sich mit 15 Jahren dann selbst auferlegt wegen der permanenten Messerformschnitt-Diktatur der sozialistischen Einheits-Frisiersalons. Mit den Abgründen des Ostalltags kennt sich Mikis Wesensbitter bestens aus. Mit Berliner Schnauze und Humor erzählt der bekennende FC-Union Fan, wie das Mauerfalljahr wirklich für ihn war, wo die besten Punkrockkonzerte stattfanden und was Freiheit und Freundschaft bedeutet.

 

 

Freitag, 18.11.2016 

 

15:00 Uhr: Holger Haak präsentiert Geschichten von Jonny Liesegang

im Seniorenwohnhaus, Hansa-Ufer 5-6, 10555 Berlin.

Haak präsentiert Geschichten von Jonny Liesegang, dessen Geschichten herbes, unjeschminktes Leben zeigen. Der Berliner schafft sich ab, wird verdrängt, stirbt aus? Kein Problem. Es gibt ja die wunderbaren Alltagsstorys des Weddinger Heimatdichters Jonny Liesegang, die auch nach 75 Jahren den Charakter dieser Stadt und ihrer Bewohner wunderbar beschreiben.

 

19 Uhr: Hauser & Tiger präsentieren Klang & Text # 5

im kallasch& - Moabiter Barprojekt, Unionstraße 2, 10551 Moabit.

Zu Gast in der Moabiter Literaturreihe Hauser & Tiger sind dieses Mal Hendrik Otremba (Sänger der Band Messer, Kulturjournalist und Autor) und die Graphic-Novel Autorin Aisha Franz.

 

18:15 Uhr: Margarete Radeck liest ihre Erzählung „Madame Rosinskaja"

im Treffpunkt Waldstraße, Waldstraße 7, 10553 Berlin.

Was passiert wohl, wenn sich eine Nachbarin als ganz besonderer Mensch mit besonderen Fähigkeiten erweist? Wie Mann/ Frau unversehens in die Situation kommt, mit zauberhaften Möglichkeiten über besondere Kräfte zu verfügen, die Wünsche erfüllen können. Ein modernes Märchen, das vielleicht wahr sein könnte?

 

 

18:45 Uhr: Norbert Hummelt liest aus seinem Lyrikband „Fegefeuer“

in der Remise – Die kleine Kunstgalerie in Moabit, Beusselstraße 2 , 10553 Berlin.

In seinen neuen Gedichten beschwört Hummelt die inneren Nöte des Menschen und das Glück der Erlösung – ein elegischer Rückbezug auf Dantes zweites Jenseitsreich, das Fegefeuer. Zugleich sind diese neuen Gedichte aber auch Meisterwerke von belebender, befreiender Kraft: In ihren treibenden Rhythmen beschwören sie die Freude der inneren Verwandlung und Augenblicke des Glücks.

 

 

19 Uhr: Georg Eichinger liest seine Kurzgeschichten aus „Reisebriefe, rein fiktiv“

im Atelier Eichinger & Eichinger, Alt-Mobit 53, 10555 Berlin.

Wenn einer eine Reise tut, kann er was erzählen, sagte man früher. Und wenn einer von seiner Reise erzählt, die er gar nicht gemacht hat? Eichinger berichtet in seinen skurrilen Kurzgeschichten von Achselhaar aus Hortensienblüten, Stolperfüssen, die ohne ihren Jogger allein weiterlaufen, im Schlaf erlebte Liebesabenteuer im Café und anderen echt wahren Erfindungen.

 

 

19 Uhr: Hauser & Tiger präsentieren Klang & Text # 5

im kallasch& - Moabiter Barprojekt, Unionstraße 2, 10551 Moabit.

Zu Gast in der Moabiter Literaturreihe Hauser & Tiger sind dieses Mal Hendrik Otremba (Sänger der Band Messer, Kulturjournalist und Autor) und die Graphic-Novel Autorin Aisha Franz.

 

 

19 Uhr: Robert Rescue liest aus seinem Buch „Zum Glück hab ich wenigstens Pech“

in Leck meine Küche (Freddy Leck sein Wascsalon), Gotzkowskystraße 11, 10555 Berlin.

Ein wohlüberlegter Anmachspruch zieht nicht, die mühsam gesammelten Payback-Punkte reichen höchstens für einen Kugelschreiber und das Jobcenter stellt sich quer, weil die Berufsbezeichnung „Autor“ im System nicht existiert. Ein paar hartnäckige Zwangsneurosen machen ihm zudem das Leben schwer und selbst der eigene Klon nimmt ihn nicht ernst. Im Kampf mit diesen alltäglichen Miseren hat Robert Rescue jahrelang Erfahrung und kontert mit stoischer Gelassenheit und trockenem Humor. Denn der Lesebühnenautor hat zum Glück wenigstens Pech.

 

 

19:15 Uhr: Der Märchenerzähler Wolfgang Lode präsentiert „Wolfgangs Märchen“

im Atelier Café Fotoethik, Gotzkowskystraße 15, 10555 Berlin.

Lasst Euch von den lebendig erzählten Märchen von Lode überraschen!

 

 

 

19:15 Uhr: Dr. Diana Marossek liest aus ihrem Buch „Kommst du Bahnhof oder hast du Auto? Warum wir reden, wie wir neuerdings reden“

 

im Treffpunkt Waldstraße, Waldstraße 7, 10553 Berlin.

 

Frau Schmidt „geht Aldi“, Paul „muss Training“, und Sarah beendet jeden Satz mit„ich schwöre“. Wer jetzt nur an Neuköllner Schulhöfe denkt, hat etwas verpasst, dennauch der Kollege aus dem Büro nebenan redet oft schon so. Der Hang zur Verknappung scheint unaufhaltsam. Das Erstaunliche: Leute jeden Alters und aus allen Schichten reden so – keineswegs bloß coole Jugendliche und erst recht nicht nur solche mit Migrationshintergrund. Marossek geht dem Phänomen auf den Grund. Dabei stößt sie u.a. auf ungeahnte Parallelen zwischen dem sogenannten „Türkendeutsch“ und wesentlich älteren deutschen Sprachgewohnheiten. Müssen wir uns deshalb Sorgen um die deutsche Sprache machen? Nein, sie ist quicklebendig, und die Beschäftigung mit ihr bereitet enormen Spaß – genau wie dieses Buch.

 

 

19:30 Uhr: Axel Barner liest aus seinem Text „Lennings Reise“

in der Galerie Udo Würtenberger, Elberfelder Straße 10, 10555 Berlin.

Axel Barner liest aus seinem unveröffentlichten Text „Lennings Reise“ eine grönländische Nachtgeschichte, die sehr turbulent beginnt, aber schließlich fast entspannt ausklingt – und vielleicht noch ein oder zwei andere Passagen aus der oben genannten Erzählung.

 

 

19:30 Uhr: Philipp Sonntag präsentiert sein Programm „Liebe & Blues“

im Friseursaloon Marianne Graff, Bremer Str. 71, 10551 Berlin.

Philipp Sonntag ist der Mann mit der Mundharmonika. An diesem Abend präsentiert er Gedichte und komisch-traurige Erzählungen über die Liebe. Das ganze in einem Bett aus zärtlichem, groovigen Blues.

 

 

19:30 Uhr: Bastian Mayerhofer präsentiert sein Programm „Wirsing fürs Volk“

 

im Kapitel 21, Lehrter Straße 55, 10557 Berlin.

Bastian will ein vollwertiges Mitglied unserer deutschen Gemeinschaft werden. Deshalb wird er im Amt für innereuropäische Immigration vorstellig und erzählt in Liedern und Geschichten seinen sehr holprigen Lebenslauf, der ihn aus einem kleinen Ort hinter einer kleinen Stadt bei Salzburg schließlich ins hippe Berlin verschlug. Hier würde er gern bleiben. Dass Österreicher dazu neigen, schier zwanghaft über ihre Umgebung Witze zu machen, vereinfacht seine Situation nicht.

 

 

19:45 Uhr: Britta Jürgs und Doris Hermanns präsentieren „Auto-Biographie und andere Feuilletons" von Christa Winsloe

in der Remise – Die kleine Kunstgalerie in Moabit, Beusselstraße 2 , 10553 Berlin.

Berühmt wurde Winsloe durch den Film „Mädchen in Uniform". Sie schreibt über Bildhauerei und „Blumenquälerei", über Fünfuhrtees und Sturzflüge, über Tiere vom Aguti über den Springhasen und das Meerschweinchen bis zum Mops, über den Fremdenverkehr in München und den von ihr in Berlin erlebten Wahnsinn der Inflation, über ihre Reisen nach Amsterdam und London und den Beginn einer Wüstenexpedition. Und sie schildert die turbulente Lebensgeschichte ihres Autos zwischen 1914 und 1920.


 

20 Uhr: Christian Eisert liest aus seinem Buch „Viele Ziegen und kein Peter: Eine Ferienfahrt zu den Schweizern“

in Leck meine Küche (Freddy Leck sein Waschsalon), Gotzkowskystraße 11, 10555 Berlin.

Nach seinem Nordkorea-Trip wollte Christian Eisert friedliche Ferien machen. In einem Land ohne Gefahr für Leib und Leben oder Paranoia. Stattdessen fuhr er in die Schweiz... Auf der Ferienfahrt des Bestsellerautors entpuppt sich das reichste Land der Welt als mindestens so bizarr wie Nordkorea: Es gibt Kampfkuh-Zuchtverbände, mehr Plätze in Bunkern als Einwohner, und Rückwärtsfahren ist gesetzlich verboten. Eisert fährt vorwärts durch die Schweiz. Seine Reiseroute soll am Ende den Landesnamen ergeben. Ziemlich kompliziert, nicht zuletzt wegen der vielen liebesbedürftigen Ziegen. Eisert bei den Eidgenossen – ein Abenteuer voller Wahrheit und Wahnwitz.

 

 

20:15 Uhr: Der Künstler Rahim Shirmahd erzählt Autobiografisches aus seinem 30-jährigen Leben in Deutschland

im Atelier Café Fotoethik, Gotzkowskystraße 15, 10555 Berlin.

Shirmahd wurde im Iran geboren und machte dort sein Abitur, kam nach der Islamischen Revolution 1980 nach Deutschland und ließ sich zum Pressefotografen ausbilden. Er drehte viele Filme und zog 2008 nach Berlin. Entwurzelt fühlte er sich nie, da seine Wurzeln da sind, wo er ist. Er betreibt das Atelier, welches gleichzeitig Fotostudio und ein kleines Café – mit Lesungen und wechselnden Ausstellungen – ist. Er ist der Auffassung, dass Konflikte zwischen den Kulturen nur dann zustande kommen, weil die Leute keine Ahnung voneinander haben.

 

 

20:15 Uhr: Susanne Berkenheger präsentiert ihre lustigsten Kolumnen

im Treffpunkt Waldstraße, Waldstraße 7, 10553 Berlin.

Soll man im Schlafanzug arbeiten? Lässt sich der Schnürsenkelkauf mit der Eisenhower-Methode delegieren? Können E-Mails unter zwei Sekunden beantwortet werden? Wie genial macht Selbsthypnose und wird - wer seinen inneren Kritiker mit einem Schleckeis besticht - ein glücklicher Genforscher? Für die Wochenzeitung "der freitag" testet Berkenheger einmal im Monat die kühnsten Tipps des Universums, um als "Die Ratgeberin" von ihren bizarren Versuchsergebnissen zu erzählen.

 

 

20:30 Uhr: Jörg Sader liest aus seinen neuen TextenPositionen, die sich verändern und doch gleich bleiben

in der Galerie Udo Würtenberger, Elberfelder Straße 10, 10555 Berlin.

Die untergegangene DDR, in der der Autor aus Moabit seine Jugend verbrachte, hat in seinen Texten so manche Spur hinterlassen – sowohl in seinem Erzählungsband „Unter Tage“ als auch in den kleinen Texten, die  er bei der Langen Nacht des Buches liest. Es geht aber auch um das Selbstverständnis als Autor im Jahre 2016 und sein Handwerk.

 

 

 

21 Uhr: Frédéric Valin liest Erzählungen aus seinem Buch „In kleinen Städten“

in Leck meine Küche (Freddy Leck sein Waschsalon), Gotzkowskystraße 11, 10555 Berlin.

Valin schildert einen Pfleger in einer Behinderteneinrichtung, die Anforderungen der Arbeit, die nötigen Handgriffe und lässt in der Schwebe, was Routine und was Mitgefühl ist; er zeigt einen jungen Mann, der anlässlich des Selbstmordes einer alten Jugendfreundin in seine Heimatstadt zurückkehrt und feststellen muss, dass er nichts vom Leben seiner Mutter weiß und Empathie verlernt hat; einen alternder Oberbürgermeister, der seine Provinzstadt in neue Hände übergeben will, und im Wahlkampf für seinen designierten Nachfolger mit den neuen Medien konfrontiert wird. Er erzählt von einem armen Schlucker, der mit seiner reichen Freundin in der Vorstadt zusammen ziehen wird, aber gar nicht recht weiß, ob er die Stadtmitte eigentlich verlassen möchte und von einem Trinker, der trinkt, ohne den Rausch genießen zu können.

Frédéric Valin erzählt vom Abseitigen im Alltäglichen - vom Umgang mit Behinderung und Tod, Arbeit und Karrieremöglichkeiten, entfremdeten Familien und von Kompromissen, die man in der Liebe eingeht. In einer lakonischen und teils melancholische, teils ironische Sprache, die berührt und beeindruckt. In diesen Geschichten zeigt sich seine genaue Beobachtungsgabe.

 

 

21:15 Uhr: Alexander Soth liest aus seinen TextenSelf-made man. Eine Art Reisebericht

in der Galerie Udo Würtenberger, Elberfelder Straße 10, 10555 Berlin.

Soth präsentiert Auszüge aus seinem aktuellen Romanmanuskript, welches über Reisen im direkten und im metaphorischen Sinn handelt. Durch Südwesteuropa, durchs Leben und durch die Zeiten. Ein Trip ins Offene, bei dem keiner weiß, was ihm blüht. Lassen Sie sich überraschen!

 

 

22 Uhr: Kristjan Knall liest aus seinem Buch 111 Gründe, Berlin zu hassen: Die Stadt so, wie sie wirklich ist“

in Leck meine Küche (Freddy Leck sein Waschsalon), Gotzkowskystraße 11, 10555 Berlin.

Weil Berlin das neue Malle ist. Weil der BER Germania 2.0 ist. Weil der Wedding nicht kommen kann. Weil Rentner Amok laufen. Weil Gemüsedöner und Currywurst als Essen durchgehen. Weil Hipster zu blöde sind, Alki zu sein. Weil es ein Streichelzoo für Verrückte ist. Weil die Spätis ausgemerzt werden. Weil Backpacker alles vollschwitzen. Weil Berlin verdorft. Weil »Tatort« Event ist. Weil die Hasenheide voll von Alpha-Kevins ist. Weil Stricken das neue Graffiti sein will. Weil Berlin Berlin ist.

 

 

Samstag, 19.11.2016

 

 

19:30 Uhr: Salon Siam im Atelier Veronika Weidauer mit Anna Opel, John Tammera und weiteren Gästen

im Kunstraum Siam, Wilsnacker Straße 2, 10559 Berlin.

Opel liest aus ihrem Manuskript „Wo du hingehst“. Im Herbst 2015 kreuzen sich die Lebenswege zweier Frauen in Berlin-Moabit. Eine Geflüchtete auf der Suche nach einem Leben, eine Berlinerin, die kurz hintereinander Mutter und Tochter verliert.

Musikalisch wird der Abend begleitet von Veronika Weidauer und John Tammena mit unplugged interpretierten Songs im Duett.